Am 04.05.2007 war es nun endlich soweit. Die Fichtelgebirgsracer brachen mit 9  Mountainbikern auf, den Rennsteig von Blankenstein nach Hörschel abzufahren.

Vom Ausgangspunkt (bereits nach dem ersten platten) setzte sich die hochmotivierte Gruppe in Bewegung. Nach den ersten Kilometern auf meist asphaltierten Straßen ging es nun endlich ans Eingemachte. Wurzeln, Steine und natürlich auch noch durch den Sturm Kyrill umherliegend Bäume machten die nächsten Kilometer zu einer Freude für Fahrer und Federelemente. Diese Beanspruchung sollte aber die nächsten Stunden noch weiter anhalten.

Ab Steinbach am Rennsteig spaltete sich dann die Gruppe aufgrund einer Sturzverletzung. Auf dem Rennsteigradweg war der Anspruch an unseren, durch den Sturz in Mitleidenschaft gezogenen Fahrer, dann nicht mehr so hoch und zwei Fahrer setzten die Fahrt auf diesem Radweg zu unserem Etappenort fort.

Bei weiterhin sonnigem Wetter, staubtrockenen Wegen und Temperaturen zwischen 17 und 21 Grad traten wir noch weiter in die Pedale bis wir am Tagesende in unser traumhaft gelegenes Hotel "Heubacher Höhe" in der Nähe von Masserberg einziehen konnten. Die Tagesbilanz: 85 Kilometer, 2500 Höhenmeter und 5300 verbrannte Kalorien ließen einen unbeschwerten Genuss aller abendlichen Essensleckereien zu.

Das Angebot von Schwimmbad und Sauna ließ an diesem Abend ebenfalls keine Wünsche offen. Relaxt und gestärkt nach gutem Frühstück ging es dann auf die zweite Etappe. Unser durch den Sturz gebeutelter Mitfahrer musste mit seinem Begleiter leider nach kurzer Zeit die Tour abbrechen und setzte die Heimreisen von Illmenau mit dem Zug fort.

Zu Siebt ging es also weiter. In Schmücke wurde nach Traumhafen und anspruchsvollen Strecken die Mittagsrast eingebracht. Nach Oberhof und wieder ein paar querliegenden Bäumen legten wir noch eine Kaffeepause im Gasthof Ebertwiese ein.

Jetzt, wo doch bereits viele Kräfte aus unseren Körpern auf dem Rennsteig zurück geblieben waren folgte noch der Höhepunkt dieses Tages. Noch mal über 300 Höhenmeter mussten geklettert werden um auf den 916 Meter hohen Inselberg zu kommen. Mit 29 protzentiger Steigung fraß diese Anstrengung die allerletzten Energiequellen auf und verlangte von den Mountainbikefahrern alles ab.

In Brotterrode fanden wir anschließend eine gute Übernachtungsmöglichkeit und entspannt ließen wir uns in gemütlicher Runde im Gastraum des Hotels bei mehreren alkoholischen oder anderen Getränken nieder.

Am Sonntag ging es nur noch bergab - dachten wir. Gespickt von kurzen und knackigen Anstiegen erreichten wir kurz vor 11 Uhr das Ziel in Hörschel und warfen unsere, nach überlieferter Traditon,  mitgebrachten Steine in die Werra. Auf dem thüringischen Städteradweg rollte unsere Gruppe nach Eisenach wo uns die Bahn perfekt, günstig und kurzweilig in gerade einmal 3 Stunden zurück zum Ausgangspunkt in Blankenstein brachte.

Fazit: Mit sieben platten Schläuchen war der Rennsteig sicherlich einer der bisher intensivsten Ausflüge der Fichtelgebirgsracer. In den drei Tagen legten wir mehr als 200 Kilometer, ca. 3500 Höhenmeter zurück und verbrannten bei durchschnittlicher Leistung Energie von mehr als 13000 Kcal – wenn dass nicht gut war